Kinder sowie Probleme in der Beziehung

Kinder sowie Probleme in der Beziehung

Aus vielen Verbindungen sind Kinder entstanden oder aus vorherigen Verbindungen werden Kinder in eine Beziehung mitgebracht. Alltag. Was passiert aber, wenn es in der Beziehung kriselt und sich die Unstimmigkeiten sukzessiv erhöhen? Wir erleben viele Paare, die beteuern, dass sie sich vor den Kindern nicht streiten. Oder warten, bis diese im Bett oder aus dem Haus sind. Um sich dann den strittigen Themen zu nähern. Könnte ein Ansatz sein. Könnte. Denn unsere Kommunikation läuft nur zu einem verschwindend geringen Teil von 5-7 Prozent über das gesprochene Wort, in diesem Fall der Streit. Und die restlichen Prozent über die Körpersprache. Und die kann ich nicht verstellen, mit dieser sind wir immer präsent, ob wir das wollen oder nicht. Und genau daran merken die Kinder, ob etwas stimmig ist oder eben nicht.

Kinder spüren, wenn bei den Eltern etwas nicht stimmt

Von dem her gesehen wäre es besser, sich schnellstmöglich dem strittigen Thema zu stellen. Und wenn Sie in Ihrem Hamsterrad zu tief drinstecken, sich Hilfe von außen zu holen. Damit die Dinge vom Tisch kommen. So oder so. Den Kindern zuliebe, denn sie sind der schwächste Teil innerhalb dieser Beziehung. Was uns beim Thema auch oft auffällt – Kinder werden gerne instrumentalisiert, wenn es zwischen den Erwachsenen kracht. Da wird der eine vor den Kindern schlecht gemacht. Da wird Schuld vor den Kindern einem Partner zugeschoben. Und das Kind reagiert. Unweigerlich. Und weil Kinder in den meisten Fällen sehr loyal zu beiden Elternteilen sind, zerreißt es sie fast dabei.

Oder sie schlagen sich aus Loyalität auf die Seite eines Elternteils und distanzieren sich vom anderen. Das passiert vor allem dann, wenn ein Elternteil als schwächer wahrgenommen wird und das Kind die innere Logik entwickelt, dass es ihm helfen muss. Sie wachsen dann nur mit einem Elternteil auf, weil sie das andere abspalten mussten. Dann fehlt ihnen etwas, was in unseren Augen schade ist.

Unser Wunsch: Klären Sie Ihre Beziehung immer schnellstmöglich, wenn es Differenzen gibt. Ihren Kindern zuliebe. Instrumentalisieren Sie kein Kind, wenn die Probleme auf der Erwachsenenebene liegen. Und – holen Sie sich Unterstützung von außen, wenn Sie alleine nicht mehr weiterkommen. Schnellstmöglich.

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